auto-nach-italienAuch wenn die Autoindustrie es noch leugnet, das Auto als Statussymbol hat bald ausgedient: Junge Menschen kaufen sich immer seltener ein Auto. Im Jahr 2000 besaßen noch 510 von 1000 Personen im Alter von 18 bis 29 ein Auto, 2013 werden es nach heutiger Schätzung nur noch 335 sein.

Die Gründe?

  • Junge Menschen haben wenig Geld – oft einfach zu wenig für ein Auto, zum Tanken, für die Versicherung, die Steuer.
  • Während das Auto für die Generation meiner Eltern noch ein Statussymbol war, sehen die meisten jungen Leute Mobilität pragmatisch: Ein Auto ist teuer, wenn man darauf verzichten kann, kann man das Geld sinnvoller ausgeben. Vor allem in der Stadt kommt man mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr überall hin.

Fairerweise muss man sagen, dass der Energiekonsum dadurch nicht zwangsläufig sinkt: Während die Generation meiner Eltern mit dem Mini an die Nordsee oder nach Italien gefahren sind, fliegen heute viele Menschen in den Urlaub.

Den geringsten Motorisierungsgrad in Deutschland hat übrigens Berlin: Hier gibt es nur 319 Autos auf 1000 Personen, bundesweit sind es 503. Das ist aber immer noch ziemlich viel. Zum Vergleich: In China sind es 26, und so viele Auto, dass ein Motorisierungsgrad wie in Deutschland erreicht wird, kann man wahrscheinlich gar nicht herstellen. Außerdem: wo sollen die Autos denn alle hin? In der Stadt verbringen Autos sowieso die meiste Zeit im Stau oder bei der Parkplatzsuche. Mit dem Fahrrad kommt man in Berlin meistens gleich schnell und auf kurzen Strecken schneller ans Ziel. Und entspannter.

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