Mulch

Verschiedene Materialien werden als Mulch verwendet; es hängt von einer Reihe Faktoren ab, welchem Mulch man wählt. Man berücksichtigt zum Beispiel die Verfügbarkeit, die Kosten und die Wirkung, die es auf die Erde hat – denn der Zersetzungsprozess läuft unterschiedlich ab und beeinflusst zum Beispiel den pH-Wert des Bodens.

Was kann man als Mulch verwenden?

  • Eine Vielzahl organischer Materialien: zum Beispiel Rasenschnitt, Wiesenschnitt, Laub, Rindenmulch, Sägemehl, Muscheln, zerkleinerte Holz-Reste, einige Eierschalen, Federn, Gräten und Knochen, aber auch alte Zeitungen, Pappe und Wolle.
  • Kompost-Mulch: Durch vollständig kompostierte Materialien vermeidet man schädliche Wirkungen auf die Pflanzen. Denn beim Zerfall organischer Materialien entstehen chemische Prozesse, die je nach Material unterschiedliche Wirkung auf den Boden haben. Manchmal kann man günstige Wirkungen nutzen, manchmal will man ungünstige Wirkungen vermeiden. Im letzteren Fall verwendet man kompostierten Mulch.
  • Kunststoff-Folie: Die Pflanzen wachsen dabei durch Schlitze oder Löcher in einer dünnen Kunststoff-Folie. Diese Methode ist im großangelegten Gemüseanbau verbreitet, bei dem weltweit Millionen von Hektar unter Kunststoff-Folie kultiviert werden. Von den ursprünglichen Vorteilen des Mulchens bleibt nur ein Teil erhalten und die Entsorgung der Kunststoff-Folie ist ein Umweltproblem. Hat mit Ökologie nicht viel zu tun und hat wesentliche Nachteile: Zwar hilft die Folie, das Unkrauf unter Kontrolle zu halten und Wasser zu speichern, aber es hindert gleichzeitig Wasser, Nährstoffe und Luft daran, in den Boden einzudringen. Die Pflanzen entwickeln oft nur sehr flache Wurzeln und sind daher anfälliger bei starker Trockenheit oder Kälte.
  • Auch Steine und Kies können als Mulch verwendet werden. Sie geben zwar keine Nährstoffe an die Erde ab, erfüllen aber die anderen Vorteile des Mulchens. In kühleren Klimazonen kann die Hitze, die von den Steinen gespeichert wird, die Vegetationsperiode verlängern, sie kann aber andererseits auch den Wasserverlust erhöhen. Weil Steine nicht zersetzt werden, müssen sie nicht erneuert werden, sie können aber Probleme bereiten, wenn man den Boden umgraben möchte (um zum Beispiel Pflanzen umzusetzen oder zu ernten). Gut geeignet sind sie für Kräutergärten; sie werden zum Beispiel für die Kräuterspirale verwendet.

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