Mulchen

Gemulchtes Beet
Gemulchte Beete

Mulchen meint das Bedecken des Bodens mit abgestorbenen Pflanzen, Rindenmulch, geschnittenem Gras, Stroh oder Kompost. Der Mulch streut man in den Gemüsebeeten rund um die Pflanzen und lässt dabei einen Abstand von 10 cm um die Pflanze. Die Mulchschicht sollte locker sein und eher dünn (man kann sie später erneuern), damit unter dem Mulch keine Fäulnis entsteht.

Mulchen verbessert den Boden langfristig und dauerhaft. Außerdem spart es Arbeitszeit – umgraben ist nicht mehr nötig.

Mulchen
Mulchen im Garten

Warum Mulchen?
Mulchen bringt eine Reihe von Vorteilen im Gartenbau und in der Landwirtschaft. Im Prinzip wird dadurch ein natürlicher Kreislauf wiedergestellt bzw. simuliert, dem man zum Beispiel im Wald findet. Dort bedecken die abgefallen Blätter dem Boden und “mulchen” diesen. Wenn der Mulch verrottet, entsteht Humus – die wertvolle Erde, die die Pflanzen brauchen, um wachsen zu können.

Die Vorteile des Mulchens im Überblick:

  • Mulchen fördert Bodengare, d.h. es verbessert die Qualität des Bodens. Die optimale Bodenbeschaffenheit, die sogenannte Krümelstruktur entsteht.
  • Mulchen reichert den Boden mit Nährstoffen und mit CO2 an, das von den Pflanzen begierig aufgenommen wird.
  • Mulchen erspart Hacken und Unkrautjäten, denn die meisten Unkraut-Pflanzen sind Lichtkeimer und können unter der dunklen Mulchschicht nicht keimen.
  • Durch Mulchen trocknet der Boden um ein Drittel weniger aus.
  • Mulchen schützt den Boden auch vor Abtragungen durch Wind und Sturm oder starken Regen.
  • Mulchen wirkt sich positiv auf die Bodenfauna aus: Es vertreibt Erdflöhe, schützt Laufkäfer und Spinnen und bietet Würmern Nahrung.
  • Die Pflanzen werden durch Mulchen widerstandsfähiger. Zum Beispiel werden Himbeeren widerstandsfähiger gegen die Rutenkrnkheit und Obstbäume gegen den Echten Mehltau.
  • Gemulchter Boden gefriert später und taut früher wieder auf; der Mulch hält die Wärme. Das verlängert die Anbau-Saison.

Obstbäume profitieren in besonderem Maße vom Mulchen, weil es auch Umkraut fernhält. Die Mulchschicht sollte aber auch hier nicht zu dick sein (nur 2 – 3 cm), damit sich keine Mäuse hier niederlassen. Um den Baumstamm herum hält man 20 cm von Mulch frei, sonst läd man Mäuse ein, unter dem Mulch versteckt die Baumrinde anzufressen. Auch bei Beerensträuchern ist es wichtig, den Mulch nicht ganz bis zum Strauch zu streuen, sonst muss man schädliche Pilze befürchten.

Mulchen
Ein Spargelbeet mulchen

Fotos von The County Clerk, CC-Lizenz; dysviz, CC-Lizenz; organic maven, CC-Lizenz. Foto in der Artikel-Vorschau von Johnny Hunter, CC-Lizenz.

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