Rindenmulch

Rindenmulch besteht aus zerkleinerter Baumrinde. Rindenmulch hält viele Unkräuter fern und bietet weitere Vorteile des Mulchens; er vermindert die Austrocknung, Abtragung und Verschlämmung des Bodens.

Rindenmulch unterscheidet sich von anderem Mulch, weil sich seine Verrottung über mehrere Jahre hinzieht. Während Grünmulch und Rasenschnitt den Boden relativ schnell mit Nährstoffen versorgen, bindet Rindenmulch zu Beginn des Verrottungsprozesses sogar Stickstoff, so dass es in manchen Fällen empfehlenswert ist, Stickstoffträger zuzugeben, damit es nicht zu Mangelerscheinungen bei den kommt. Rindenmulch ist nicht für jede Pfanze geeignet und macht den Boden sauer.

Rindenmulch

Rindenmulch

Rindenmulch im Garten

  • Zur Unkrautunterdrückung unter Sträuchern, auf Baumscheiben (5-7 cm) und Gartenwegen (10 cm).
  • Zur Befestigung von Gartenwegen und Sitzplätzen. Die Rindenmulch-Schicht sollte dafür ca. 10 cm dick sein. Vorteile: sehr einfach anzulegen (auch für Laien), günstig und eine spätere Änderung ist leicht möglich. Nach dem Regen trocknen die Wege schnell und bleiben begehbar.
  • Bodenmaterial für Kinderspielplätze, z.B. unter Rutschen, Schaukeln und andere Spielgeräte. Rindenmulch liegt locker und dämpft den Fall. Der Spielplatz bleibt sauber und verschlammt nicht; Hunde und Katzen machen ihr Geschäft nur ungern auf Rindenmulch.
  • Rosen: Die Rosen werden gedüngt, die Erde gut gelockert, eventuell vorhandenes Unkraut entfernt und dann wird eine Rindenmulchschicht von 7-8 cm Dicke gemischt mit Hornspänen aufgetragen. Besonders gut geeignet ist Pinienborke.
  • Für die Komposttoilette ist Rindenmulch gut geeignet. Durch die Säure des Rindenmulchs schwindet der Uringeruch sehr gut.

Einige Punkte gibt es zu Rindenmulch im Garten zu beachten:

  • Stauden und Obstbäume: Rindenmulch entzieht dem Boden bei der Verrottung Stickstoff. Damit die Stauden und Obstbäume keinen Stickstoffmangel erleiden, gibt man dem Rindenmulch daher beim Ausstreuen mit Stickstoffträgern wie zum Beispiel Hornspäne oder Hornmehl (50 - 60 g/qm).
  • Zwiebelblumen, Nadelgehölze sowie kleine und neu gepflanzte Stauden vertragen oft keinen Rindenmulch. Auch Mädchenauge und Hortensie sind empfindlich.
  • Gemüsebeete werden nicht mit Rindenmulch gemulcht, denn Rindenmulch gibt Gerbstoffe ab, gegen die die Pflanzen empfindlich sind. Aus diesem Grund wird Rindenmulch auch nicht in den Boden eingearbeitet.
  • Rindenmulch ist ungeeignet bei frisch gepflanzten bodendeckenden Gehölzen (z.B. Cotoneaster) sowie bei Pflanzen, die einen alkalischen (kalkhaltigen) Boden lieben (umgekehrt ist Rindenmulch positiv für Pflanzen, die sauren Boden mögen).

Foto von HDC Photography, CC-Lizenz

Dieser Artikel wurde am 9. März 2009 in der Kategorie Ökologische Landwirtschaft veröffentlicht. Du kannst der Diskussion um diesen Artikel folgen, indem du den RSS-Kommentarfeed abonnierst: RSS 2.0. Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback von deiner Website schicken.

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